Kunstsalon 2007

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21. Kunstsalon - 08.März 2007

Iin meiner letzten Einladung hatte ich Sie schon auf die großen Veränderungen vorbereitet, die sich in meinem Lebensumfeld ergeben würden.
Meinen Kunsthandel habe ich verkauft und bin vor zwei Monaten umgezogen in die Giesebrechtstr. 12 (die ehemalige Galerie Vostell) in Charlottenburg. Deshalb werden unsere zukĂĽnftigen Veranstaltungen auch dort stattfinden.

Der erste Kunstsalon in meinem neuen Domizil beschäftigte sich mit einem zunächst etwas rätselhaft klingenden Thema: 

 Herr Prof. Dr. Eberhard König
sprach ĂĽber
„Die Rothschilds und ihre Bilderhandschriften in schwerer Zeit“    

Sein Vortrag stellte eine Liaison zwischen den Vorträgen von Prof. Günther Schauerte über „Beutekunst in Russland“, von Prof. Peter Raue über „Recht und Gerechtigkeit bei der Rückführung geraubten jüdischen Kultureigentums“ und den nächsten Vorträgen über die Buchdruckerkunst und Lithografie her. Denn er behandelte das unglaublich spannende Schicksal von Bilderhandschriften einer großartigen Sammlung in „schwerer Zeit“, das Stoff für einen Kunstkrimi mit dubiosen Machenschaften des Kunstsammelns und des Kunsthandels bietet.

Prof. Eberhard König ist der Experte für illuminierte Handschriften. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, so u.a. „Die Belles Heures des Ducs de Berry“, „Der Dante aus Urbino“, „Die Bedford Hours“, aber auch Bücher über die frühe Buchdruckkunst. Er lehrt an der FU Berlin im Fachbereich Geschichts-und Kulturwissenschaften.
Ich hatte vor einiger Zeit das groĂźe VergnĂĽgen, auf einer Reise nach Madrid und Toledo viel von ihm ĂĽber Velasquez, Manet, Goya und El Greco zu lernen.

 

22. Kunstsalon - 10.Mai 2007

 Nach einer langen Reihe von männlichen Referenten hatte ich endlich wieder eine kompetente Frau gefunden, die alle begeisterte mit ihrem Wissen, ihrer Redegewandheit und ihrem Charme:

Frau Dr. Lieselotte Kugler
sprach ĂĽber
„Die Lithographie...entspricht...vollkommen dem Geist unserer Zeit“
(Kandinsky, Punkt und Linie zur Fläche, 1926)

Seit dreieinhalb Jahren ist sie der Vorstand der privaten Stiftung Werkstattmuseum fĂĽr Druckkunst in Leipzig. Dort werden nicht nur Druckstöcke und alte Druckerzeugnisse ausgestellt, sondern auch noch BĂĽcher –mit Radierungen, Holzschnitten  und Lithographien, die neu  auf den alten Druckstöcken gedruckt werden.

Seit dem 01.05.2007 ist Lieselotte Kugler die Direktorin  des Museums fĂĽr Kommunikation Berlin (als Stiftungskuratorin und Direktorin in Personalunion). Sie ist damit auch verantwortlich  fĂĽr die Museen fĂĽr Kommunikation  in Frankfurt/M., Hamburg und NĂĽrnberg und das Archiv fĂĽr Philatelie in Bonn.

Ich habe Lieselotte Kugler vor ein paar Jahren im Deutschen Technikmuseum Berlin - dort war sie seit 1999 Generaldirektorin - bei einer Design-Austellung kennen- und schätzen gelernt und verfolgte sie seither mit meinem Wunsch, Ihnen in privater Runde eine kleine Kostprobe ihres Wissens zu geben.

 

23. Kunstsalon - 11. Oktober 2007
Sehr geehrte, liebe Freunde des Kunstsalons
,

Wer mich kennt, weiß, daß ich mich jahrelang beruflich und privat mit kostbaren und hervorragend gearbeiteten Möbeln des 18.Jahrhunderts beschäftigt habe. Anlässlich des 200. Todestages von David Roentgen zeigte unser Berliner Kunstgewerbemuseum die prachtvolle Ausstellung „Präzision und Hingabe. Möbelkunst von Abraham und David Roentgen“, die bis zum 11. November geöffnet war. Welch wunderbarer Anlaß, um Ihnen dieses Métier zu erschließen.

Deshalb freute ich mich ganz besonders, daĂź:

Herr Dr. Jörg Meiner
ĂĽber
„Auf Haupt- und Nebenwegen der Möbelgeschichte
zu Roentgen nach Neuwied“

zu uns sprach.

Herr Dr.Meiner gab uns einen AbriĂź der Möbelgeschichte, erläuterte die verschiedenen Stilarten, Materialien und Konstruktionsformen und zeigte dann Beispiele aus der Roentgenwerkstatt, deren Kunst, Technik und Kostbarkeit den absoluten  Zenith der Möbelkunst darstellen – nicht nur in deutschen Landen.

Herr Dr. Jörg Meiner ist ein profilierter Kenner der Materie, weil er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten an vielen Ausstellungen beteiligt war und Artikel und Bestandskataloge zur brandenburgisch-preußischen Kunstgeschichte und zur Kunstgeschichte von Innenraum und Möbeln mitverfasst und bearbeitet hat. Unter dem Titel „Monument und Maschine“ (2001) hat er sich schon mit der Bedeutung der Automatenmöbel David Roentgens für die Höfe von Versailles, Berlin und St.Petersburg beschäftigt.

 

24. Kunstsalon - 25. Oktober 2007

Nach Dr. Jörg Meiner’s Vortrag fand schon wenige Tage später der nächste  Vortrag in dieser Möbelkunstreihe und zugleich der letzte Kunstsalon 2007 statt.

Dr. Burkhardt Göres  sprach
ĂĽber
„ David Roentgen und Rußland-
eine Herausforderung besonderer Art“

Dr. Göres ist der langjährige Schlösserdirektor der Stiftung preussische Schlösser und Gärten in Berlin-Brandenburg und ein ausgezeichneter Kenner der Möbel David Roentgens. Er hat vier Jahre als Kunsthistoriker in der Eremitage von St. Petersburg gearbeitet und dort die kostbaren technischen Meisterleistungen der Roentgen- Manufaktur, aber auch Land und Leute kennen- und liebengelernt. (Er ist mit der St.Petersburger Kunsthistorikerin Dr.Wasilissa Pachomova verheiratet.)
Vor vier Jahren, am 05.November 2003, hatte er in unserem Kunstsalon - viele von Ihnen werden sich erinnern - einen beeindruckenden Vortrag ĂĽber
die Schätze  von St.Petersburg gehalten. Das war zur 300-Jahrfeier der Stadt St.Petersburg.

2007 war das „Roentgen-Jahr“, weil David Roentgen vor 200 Jahren gestorben ist. Aus diesem Anlaß zeigte auch das Berliner Kunstgewerbemuseum die prachtvolle Ausstellung „Präzision und Hingabe. Möbelkunst von Abraham und David Roentgen“.

Wir haben die zwei Vortragstermine so nahe aneinandergerĂĽckt, damit Sie danach noch die  Roentgen-Ausstellung mit wissenden Augen sehen und erfahren konnten.

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